.



Inhalt

Natur und Bauleitplanung

Eingriffsregelung in der Bauleitplanung

Die Umwelterheblichkeit einer an Intensität zunehmenden Bautätigkeit muss auch im Bereich der Bauleitplanung inzwischen genauer dargelegt werden. Ihre Folgen werden konkreter abgeschätzt und vorbeugende Instrumente werden eingeführt, die die negativen Auswirkungen der Bautätigkeit des Menschen möglichst minimieren sollen. Dazu werden Eingriffe in Natur und Landschaft auf Flächennutzungsplan- wie auch auf Bebauungsplanebene ermittelt, in Form von Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP), Umweltberichten, Landschaftspflegerischen Begleitplänen oder Fachbeiträgen dokumentiert und durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert.

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Bauplätze dort in Anspruch genommen werden, wo Projektentwickler oder die Stadt selbst, ganze Baugebiete bis zur Baureife entwickeln, um sie dann parzellenweise zu veräußern. Die Kompensation solcher Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgt in Emmerich am Rhein in erster Linie durch

Ausgleichs- und Ersatzregelungen innerhalb der Bebauungspläne

Investoren wie Projektentwickler oder andere Aufgabenträger müssen im Rahmen eines Umweltplanes bzw. einer entsprechenden fachlichen Stellungnahme nachweisen, wie sie den durch ihre Bauleitplanung bewirkten Eingriff in die Natur kompensieren wollen. In der Regel werden zunächst alle Möglichkeiten neuer Natur ausgeschöpft, die innerhalb des Bebauungsplans realisiert werden können. Bleibt trotzdem ein Ausgleichsdefizit, besteht die Möglichkeit, dies außerhalb des eigentlichen Plangebietes zu verwirklichen, indem man ein sogenanntes ‚Ökokonto' anlegt.

Die Ökokonto-Regelung

Darunter versteht man, dass der Entwickler entweder eine Fläche anbietet, die durch ökologische Maßnahmen aufgewertet werden kann oder er eine z.B. technische Maßnahme anbietet, die eine, im ökologischen Sinne, verbessernde Wirkung auf ein Ökosystem ausübt. Beides, sowohl die Flächenumwandlung wie auch die Durchführung einer technischen Maßnahme hat dann vor dem Eingriff in Natur und Landschaft zu erfolgen.

Da jedoch Naturraum nicht vermehrbar ist und sowohl der Flächenanspruch für Siedlung und Gewerbe wie auch die daraus resultierenden Kompensationsmaßnahmen zu Lasten der verbliebenen, landwirtschaftlichen Flächen gehen, hat der Rat der Stadt Emmerich am Rhein sich selbst einen sparsamen Umgang mit der Ressource Boden verordnet. In diesem Sinne wurden im Stadtgebiet die für die landwirtschaftliche Produktion bodenkundlich besonders geeigneten Flächen identifiziert, die nach Möglichkeit für Kompensationsmaßnahmen nicht weiter in Anspruch genommen werden sollen. Interessenten, die einen Ausgleich im Aussenbereich planen, können dazu eine entsprechende Karte der prioritär landwirtschaftlich zu nutzenden Böden in der Verwaltung einsehen.

Ihr Kontakt bei uns im Rathaus

Franz-Thomas Fidler

Telefon
0 28 22 / 75-15 12
E-Mail
Franz-Thomas.Fidler@stadt-emmerich.de
Adresse
Rathaus Altbau, Geistmarkt 1, 46446  Emmerich am Rhein

Helga Schumann

Telefon
0 28 22 / 75-15 11
E-Mail
Helga.Schumann@stadt-emmerich.de
Adresse
Rathaus Altbau, Geistmarkt 1, 46446  Emmerich am Rhein