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Energie

Klima- und Energiefragen werden weltweit immer bedeutender in dem Maße wie die anhaltende Nutzung fossiler Energien das Klima schädigt. Ziel muss es sein, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, den Verbrauch zu reduzieren und grundsätzlich den Umgang mit Energie effizienter zu gestalten. Dabei fällt den Kommunen die immer wichtiger werdende Aufgabe zu, sich bei ihren Bürgern und der ortsansässigen Industrie für eine optimalere Energienutzung einzusetzen, sie zu beraten und mit gutem Beispiel voranzugehen.

Das Logo zeigt den Schriftzug dessen Buchstaben mit einem Luftbild hinterlegt sind

European Energy Award (eea)

Seit 2003 engagiert sich die Stadt Emmerich am Rhein im European Energy Award (eea)-Prozess. Bei diesem europaweiten Qualitätsmanagement - und Zertifizierungssystem für Kommunen und Kreise wird eine prozessorientierte Energiepolitik ermöglicht und ein regelmäßiges Controlling der umgesetzten Maßnahmen eingeführt. Die Erfolge der Energie- und Klimaschutzaktivitäten werden nach Erstellung eines Maßnahmenkatalogs je nach Umsetzungsstand ausgezeichnet. 2008 wurde Emmerich am Rhein mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt die Stadt unter anderem aufgrund umfangreicher Sanierungen der städtischen Immobilien, der Einführung planerischer Instrumente wie der solarenergetischen Vorprüfung und der Weiterbildung der Mitarbeiter in Energiefragen. Nach 2008 folgten Entwicklungen wie die Ausweitung des Photovoltaikprogramms, die konsequente Verbrauchs- und Kostenanalyse aller Immobilien und die Erarbeitung verschiedener Konzepte in den Bereichen Windkraft, öffentlicher Nahverkehr und Parkleitsystem. Außerdem wurde die gesamte Versorgung der kommunalen Gebäude auf erneuerbare Energien umgestellt. Im Reaudit 2011 wurde die Stadt erneut mit dem Award ausgezeichnet. Im November 2014 fand turnusmäßig ein Reaudit in Emmerich am Rhein statt. Auch hier wurde die Stadt Emmerich am Rhein wieder mit dem Award ausgezeichnet. Das Engagement im eea ist ein fortlaufender Prozess.

Teilnehmer der Preisverleihung
Quelle: EnergieAgentur.NRW.
Auf dem Foto (v.l.n.r.): Minister Johannes Remmel, Ludger Niemann (städt. Liegenschaften), Gisela Walsken (Regie-
rungspräsidentin Köln), Jochen Kemkes (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Emmerich), Dr. Stefan Wachs (erster
Beigeordneter der Stadt), Thomas Fidler (Umweltschutz), David Bill (Stadtwerke Emmerich) und Lothar Schneider,
Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW.

European Energy Award - Auszeichnung für die Stadt Emmerich am Rhein

Am Mittwoch dem 18. November 2015 wurde die Stadt Emmerich am Rhein, - zusammen mit 25 weiteren Kommunen und Kreisen -, für ihre Leistungen im Klimaschutz und in der Nachhaltigkeit (sprich Energieeinsparung) von dem nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel geehrt. Die Auszeichnungsveranstaltung fand im historischen Rathaus zu Aachen im sog. Krönungssaal statt. Emmerich hat damit bereits zum dritten Mal nach 2008 und 2011 den Award in Silber entgegennehmen dürfen.
Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich die Stadt Emmerich am Rhein im sog. ‚European Energy Award‘ (EEA), dem einzigen EU-weit anerkannten, ganzheitlichen Zertifizierungsverfahren für Kommunen, wenn es um den sparsamen und effizienten Umgang mit Energie und der Umsetzung des Klimaschutzgedankens geht.
Minister Remmel betonte, dass der EEA ein bewährtes Instrument des Landes sei, um Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Einsparungspotenziale zu helfen: „Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen“.  Zudem verwies Remmel auf die ökonomischen Vorteile, die Kommunen winken, wenn sie erneuerbare Energien nutzen: „Klimaschutzbemühungen einer Kommune sind ein weicher Standortfaktor und stärken die Position der Kommune im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen. Gleichzeitig gewinnen Kommunen auf diese Weise, aber auch für Bürgerinnen und Bürger an Lebensqualität.“
In den Anfangsjahren des EEA – Engagements lag der Fokus der energiepolitischen Bemühungen in Emmerich eher auf der Optimierung kommunaler Liegenschaften und ihrer Verbräuche durch eine gezieltere Verbrauchserfassung, eine ausgefeiltere Gebäudeleittechnik bzw. in Einzelfällen auch auf dem Austausch von Kesseln oder ganzen Heizungsanlagen. Diese grundlegende Erneuerung in städtischen Liegenschaften ging in manchen Fällen Hand in Hand mit sog. ‚Contracting‘-Lösungen bei denen die Stadtwerke auch gleichzeitig die Heizungsanlagen betreiben, also statt Strom oder Gas gleich die Wärme liefern.
Inzwischen hat die Stadt Emmerich den Strombezug sämtlicher kommunalen Gebäude auf Strom aus erneuerbaren Energien mit entsprechender Zertifizierung umgestellt.
Auch stadtplanerisch setzt sie Anreize, die persönliche Mobilität des Einzelnen energiearm zu gestalten. Hilfreich dabei sind Zielbeschilderungen für Fußgänger und Fahrradfahrer, Parkleitsysteme bzw. 2 Elektroladesäulen für E-Mobile, bzw. ein novelliertes Stadtbuskonzept für alle Nutzer des ÖPNV.
Seit 2011 hat sich mit dem nordrhein-westfälischen Klimaschutzgesetz auch die Zielrichtung der kommunalen Klimaschutzbemühungen geändert. CO2-Bilanzen werden eingeführt und  städtische Klimaschutzkonzepte konkretisieren nun, was Kommunen wo und in welcher Weise für den Klimaschutz unternehmen wollen, hinterlegt mit quantifizierten Energieeinsparzielen, Maßnahmen und Wegen sowie entsprechenden Fristen.
Diese Entwicklung ist nicht spurlos an Emmerich vorbeigegangen, auch hier wurde ein Klimaschutzkonzept aufgestellt. Derzeit wird es erweitert um ein Klimaanpassungskonzept, um sich besser auf die Folgen des Klimawandels einrichten zu können.
Die Absicht des Gesetzgebers ist es, über die Kommunen als Institutionen ‚nah beim Bürger‘ den Klimaschutzgedanken in der  jeweilige Bürgerschaft besser zu verankern. Die Kommunen als Motor einer ‚Gesellschaft im Wandel‘ übernehmen damit auch die Aufgabe, ihre Bürger an die Herausforderungen des Klimawandels heranzuführen.
Entsprechend sind in Emmerich seit Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes zwei sogenannte KlimaTische eingerichtet worden.
Der KlimaTisch für die Unternehmen der örtlichen Wirtschaft mit ihrer eher gewerblich/ industriellen Struktur beschäftigt sich mit Einspartechnologien und Best-Practice-Beispielen aus den Bereichen Druckluft, Energie, Beleuchtung, Kühlung, sowie z.B. mit gesetzlich geforderten energetischen Zertifizierungen ihrer Betriebe, oder aber mit den dazugehörigen Fördermöglichkeiten.
Daneben existiert in Emmerich ein zweiter KlimaTisch für Bürger, Architekten, Häuslebauer und Sanierungswillige, wo privat Klimaschutzinteressierte Möglichkeiten der Energieeinsparung zuhause, am Arbeitsplatz oder aber am Bau im Ein- und Mehrfamilienhausbereich kennenlernen.

Weitere Informationen zum eea im Internet.

Windkraft

Im Gebiet der Stadt Emmerich am Rhein existieren einige privat betriebene Windenergieanlagen (WEA), teilweise in einer Vorrangzone für Windenergieanlagen, die in der Nähe der Autobahn ausgewiesen worden ist. Die Höhe der betriebenen Anlagen wird derzeit begrenzt auf 100 m.

Ihr Kontakt bei uns im Rathaus

Franz-Thomas Fidler

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Franz-Thomas.Fidler@stadt-emmerich.de
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