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Inhalt

Drittes Gleis und Lärmschutz

Unter dem Gesichtspunkt des Lärmschutzes werden an dieser Stelle Informationen rund um das dritte Gleis und den geplanten Lärmschutz zur Verfügung gestellt. Welche Auswirkungen der Bau eines dritten Gleises für die Anwohner hat, zeigen nicht nur die zu erwartenden Zugfrequenzen, sondern auch Lage und Höhe der Schallschutzmauern, sowie die zu erwartende Lautstärke, die in den Isophonen-Karten (Lautstärke-Gleichenkarte) abgebildet ist.

Der Ausschnitt ist aus den Planungsunterlagen der Deutschen Bahn und beinhaltet die Lage der Schallschutzwände

Zugfrequenzen

Hier werden die Frequenzen der Verursacher der Schallemissionen, die Anzahl der aktuellen sowie die zu erwartenden Zugfrequenzen dargestellt. So verdoppelt sich z.B. von 2008 bis 2020 die Anzahl der Reisezüge zwischen Emmerich und der Niederlande während der Tagstunden nahezu.

Die Tabelle mit den Zugfrequenzen können Sie hier aufrufen.

Foto mti eingezeichnetem dritten Gleis und den Schallschutzwänden mit einer Höhe von 5 Metern

Aktiver Lärmschutz und passiver Schallschutz

Um die Anwohner vor dem Lärm der Bahn zu schützen plant die Deutsche Bahn AG aktiven Lärmschutz und passiven Schallschutz. Aktiver Lärmschutz umfasst alle Maßnahmen, die zu einer Verminderung des Schalls an der Quelle (z. B. lärmarmes Schotterbett) oder auf dem Ausbreitungsweg (z.B. Lärmschutzwand) führen. Als passiver Schallschutz werden dagegen bauliche Schutzmaßnahmen an Gebäuden wie Schallschutzfenster, schallgedämmte Lüfter, schallmindernde Balkon- oder Fenstervorbauten bezeichnet.

Aktiver Lärmschutz

Die Lärmschutzwände werden auf der dem Gleis zugewandten Seite hoch schallabsorbierend erbaut. So wird der auftreffende Schall nicht reflektiert, auch Mehrfachreflexionen zwischen vorbeifahrendem Zug und Schallschutzwand sind ausgeschlossen.

Im Abschnitt 3.3 sind ca. 8 km (Kilometer) Schallschutzwände in Blickrichtung Emmerich nördlich und südlich der Gleise sowie zwischen den Gleisen vorgesehen. Die Höhe variiert zwischen zwei und vier Metern.

Im PFA 3.4 sind ebenfalls 8 km Schallschutzwände beidseitig der Gleise vorgesehen. Nordöstlich der Gleise beginnen die Wände an der EÜ „Weseler Straße“ und verlaufen, nur unterbrochen im Bereich des Bahnhofs Emmerich, bis zum Abschnittsende. Auf der südwestlichen Seite beginnen die Schallschutzwände erst hinter dem Bahnhof Emmerich und verlaufen bis kurz hinter den BÜ „Borgheeser Weg“. Ab der EÜ „Ingenkampstraße“ verlaufen dann weitere Wände bis zum Abschnittsende. Die Höhe der Schallschutzwände variiert im PFA 3.4 zwischen zwei und fünf Metern.

Im PFA 3.5 sind insgesamt rund 3,5 km Schallschutzwände vorgesehen. Die Höhe der Schallschutzwände variiert zwischen zwei und vier Metern. Südwestlich der Gleise beginnen die Wände am Abschnittsanfang und reichen bis zur Bebauungsgrenze von Hüthum. Nordöstlich der Gleise reichen die Schallschutzwände von der neuen EÜ „Eltener Straße“ bis zum heutigen Bahnübergang „Haagsche Straße“. Dazu kommen am Abschnittsende auf deutscher Seite rund 200 Meter einer Schallschutzwand aus den Niederlanden.

Aus den folgenden Luftbildern können Sie entnehmen, an welcher Stelle und in welcher Höhe im Stadtgebiet die Lärmschutzwände geplant sind.

Des Weiteren hat die Stadt Emmerich am Rhein ein Konzept zu Gestaltung der Lärmschutzwände entwickelt. Einen kleinen Einblick bietet die folgende Darstellung:

Als weitere aktive Schallschutzmaßnahme ist das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) vorgesehen: Durch regelmäßiges Messen und Schleifen der Schienen können die Lärmemissionen dauerhaft um drei Dezibel reduziert werden. Das Besonders überwachte Gleis ist im PFA 3.3 auf einer Gesamtlänge von etwa fünf Kilometern geplant. Das BüG ist im PFA 3.4 auf allen drei Streckengleisen auf einer Gesamtlänge von ca.3,6 km und im PFA 3.5 auf allen drei Streckengleisen auf einer Gesamtlänge von rund 6,3 km geplant.

Damit Sie sich die verschieden hohen Schallschutzwände vorstellen können, sind an dieser Stelle Beispiele für die Klever Straße und die Sulenstraße hinterlegt:

Passiver Schallschutz

Im gesamten Stadtgebiet gibt es rund 2020 Wohneinheiten, bei denen die Schallpegel trotz der beschriebenen aktiven Maßnahmen überschritten werden wird. Dort ist zusätzlich passiver Schallschutz vorgesehen. Hierbei handelt es sich um schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden, wie beispielsweise den Einbau von Schallschutzfenstern.

Quelle und weitere Informationen

Lautstärke-Gleichenkarten (Isophonen-Karte)

In diesem Abschnitt werden die Kurven gleicher Lautstärkepegel dargestellt. Das Stadtgebiet Emmerich am Rhein ist hier in 3 Abschnitte aufgeteilt.
Zusätzlich zum Kartenmaterial ist ein Auszug aus der aktuellen Verkehrslärmverordnung beigefügt in dem die zulässigen Grenzwerte dargestellt sind sowie eine Tabelle bekannter Geräusche und deren Einordnung in der db(A)-Skala.

 

Stand: 26. Oktober 2009