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Inhalt

Boden

Altlasten

Die Stadt Emmerich am Rhein führt ein Verzeichnis sämtlicher bekannten Altablagerungen bzw. Deponien. Darüber hinaus sind zahlreiche Altstandorte ehemaliger gewerblicher und industrieller Betriebe verzeichnet. Zu vielen dieser Altlastverdachtsflächen wurden in der Vergangenheit weiterführende Ersterkundungen und Gefährdungsabschätzungen erarbeitet, in manchen Fällen wurden nach entsprechenden Untersuchungen auch Sanierungen durchgeführt.

All diese, in Gutachten vorliegenden, Daten und Fakten sind für die Öffentlichkeit zugänglich, jedoch im Detail noch nicht in elektronischer Form. Neben dem städtischen Altlastkataster ist die aufsichtsführende Behörde die Untere Abfallwirtschaftsbehörde beim Kreis Kleve, die ein eigenes, kreisweites Kataster sowohl der Altlastverdachtsflächen wie auch der Bodenverunreinigungen unterhält.

Private Bauherren, Vorhabenträger oder Grundstücksentwickler erhalten Auskunft darüber, ob ihre Grundstücke altlastverdachtsfrei sind. Im Fall von Kontaminationen des Untergrundes oder der Entsorgung schadstoffhaltiger Baumaterialien beim Abriss bestehender Altbauten ist die Stadt Emmerich von dem Betroffenen oder Bauherren zu benachrichtigen.

Abgrabungen

In kaum einer Region wird das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Abgrabungswirtschaft und denen des Natur-, Landschafts-, und Freiraumschutzes so augenfällig wie am Niederrhein.

Raumordnerisch gesteuert wird die Abgrabungstätigkeit über den Regionalplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf, den die Bezirksregierung erarbeitet und in Intervallen von 5 Jahren fortschreibt. Die letzte Überarbeitung in Form der 51. Änderung des Regionalplanes in Sachen Abgrabung hat im Sommer 2007 und 2008 stattgefunden, um die Vorgaben der Rohstoffsicherung und -gewinnung zu ändern.

Der Regionalplan

Klärung der Begrifflichkeiten und der Betroffenheit der Stadt Emmerich am Rhein:

Der gültige Regionalplan weist sog. "Bereiche für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze" (BSAB) bzw. "Abgrabungsbereiche" aus, für die er die Zielvorgaben enthält. Ziel ist es, dass diese Bereiche "die Rohstoffversorgung sichern sollen und gleichzeitig die Inanspruchnahme für andere Zwecke ausschließen sollen, soweit sie mit der Rohstoffgewinnung nicht vereinbar sind".

In der sog. „Erläuterungskarte 9a, Rohstoffe" zum Regionalplan werden neben den BSAB auch sogenannte "Sondierungsbereiche" dargestellt, die als zukünftige Abgrabungsbereiche in Frage kommen, und deren Kennzeichnung eine konkurrenzierende Nutzung ausschließt.

Zu unterscheiden von den vorgenannten beiden Bereichen sind die sogenannte "Interessensbereiche". Sie beruhen auf Nennungen der einschlägigen Kies- und Sandindustrie, sind also eher Ausdruck einer reinen Wunschgebietskulisse, deren bloße Darstellung noch keinerlei Willensbekundung der Bezirksregierung darstellt, hier einen Abgrabungsbereich oder einen Sondierungsbereich zu planen oder vorzuschlagen.

Welche Bereiche im Stadtgebiet der Stadt Emmerich am Rhein konkret für Zwecke der Abgrabungen dargestellt werden, können sie der Erläuterungskarte 9a, Rohstoffe entnehmen.

Eine BSAB-Darstellung im Regionalplan ist nicht mit einer Abgrabungsgenehmigung zu verwechseln. Hierfür ist ein separates fachrechtliches Zulassungsverfahren bei der zuständigen Kreisbehörde durchzuführen.

Seit dem 20.07.1994 sind die Kreise als Ordnungsbehörden zuständig für die Genehmigung von Abgrabungen. Am 14.12.1995 verabschiedete der Klever Kreistag wegen der eingangs erwähnten besonderen Betroffenheit der niederrheinischen Städte und Gemeinden die "Konzeption für die oberirdische Gewinnung von Bodenschätzen im Kreis Kleve als Beitrag zum Ressourcenschutz". Seitdem wird die Kreiskonzeption anlässlich der turnusgemäßen Novellierung des Regionalplanes in Sachen Abgrabung ebenfalls regelmäßig überarbeitet.

Ihr Kontakt bei uns im Rathaus

Franz-Thomas Fidler

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Franz-Thomas.Fidler@stadt-emmerich.de
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