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Abwasserentsorgung

Die Abwasserentsorgung ist eine kommunale Pflichtaufgabe und dient vorrangig dem Umweltschutz.
In der Stadt Emmerich am Rhein werden die hoheitlichen Aufgaben der Abwasserbeseitigung durch die Kommunalbetriebe Emmerich am Rhein (KBE) und das operative technische Geschäft durch die Technische Werke Emmerich am Rhein GmbH (TWE) wahrgenommen. Beide Gesellschaften sind im gemeinsamen Betriebsgebäude Blackweg 40 in 46446 Emmerich am Rhein untergebracht.

Zu den hoheitlichen Aufgaben gehören u.a. der Bau von Abwasseranlagen, die Überwachung zur Einhaltung der umweltrechtlichen Vorschriften wie das Wasserhaushaltsgesetz und die Selbstüberwachungsverordnung Kanal (SüwVKan), die Schaffung des Ortrechtes, die Veranlagung zu Gebühren und Beiträgen.

Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen, die sich mit der Abwasserbeseitigung Ihres Grundstückes beschäftigen.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen bezüglich der Entwässerung Ihres Grundstückes haben. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

Abwasser - was Sie wissen und interessieren sollte

Begriffsdefinition:

Abwasser ist das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte und in die Kanalisation abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen abfließende und gesammelte Wasser (Niederschlagswasser).

Die Stadt betreibt die Beseitigung des Abwassers im Rahmen der ihr obliegenden Abwasserbeseitigungspflicht als öffentliche Einrichtung. Nach den Bestimmungen im Wasserrecht (§ 18 a Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit § 51 ff Landeswassergesetz) ist Abwasser so zu beseitigen, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Zur Erfüllung dieser Aufgabe wird ein öffentliches Kanalnetz zum Transport des Abwassers zur Reinigung im Klärwerk unterhalten. Außerdem wird die öffentliche Abwasseranlage stetig erweitert.

Das Abwasser aus dem Stadtgebiet Emmerich sowie der Ortsteile Borghees, Elten, Hüthum und Klein-Netterden wird hauptsächlich über Freigefällekanäle und das Abwasser der Ortsteile Praest, Vrasselt und Dornick über ein Druckentwässerungssystem dem Klärwerk zur Reinigung zugeleitet. Die öffentliche Abwasseranlage bildet eine rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Einheit.

Im Stadtgebiet Emmerich und im Ortsteil Elten wurden überwiegend Mischwasserkanäle (Einleitung von Schmutz- und Regenwasser) verlegt. In einigen Gewerbegebieten liegt ein sogenanntes Trennsystem (Einleitung von Schmutz- und Regenwasser in getrennten Leitungen). In den übrigen Ortsteilen wurde ein Kanalnetz nur zur Einleitung von Schmutzwasser gebaut (Schmutzwasserkanal). Dabei wurde in den Ortsteilen Vrasselt, Praest und Dornick ein Druckrohrleitungssystem verwendet. Darüber hinaus gibt es in erster Linie für die Entwässerung von Straßenflächen Regenwasserkanäle.

Mischwasserkanal

An einen Mischwasserkanal müssen angeschlossen werden:
Erlaubt:

  • Schmutzwasser aus Haushaltungen wie z.B. Toiletten-Anlagen, Waschmaschinen, Duschen und Bäder, Spülen, Spülmaschinen und ähnliches
  • Produktionsabwasser
  • Oberflächenwasser von bebauten und befestigten Flächen

Nicht erlaubt:

  • Hygieneartikel
  • Drainagewasser
  • gefährliche Stoffe ( siehe auch Anlage 1 zur Entwässerungssatzung )
  • Öle und Benzin, etc.
Schmutzwasserkanal

An einen Schmutzwasserkanal müssen angeschlossen werden:
Erlaubt:

  • Schmutzwasser aus Haushaltungen wie z.B. Toiletten-Anlagen, Waschmaschinen, Duschen und Bäder, Spülen, Spülmaschinen und ähnliches
  • Produktionsabwasser

Nicht erlaubt:

  • Oberflächenwasser von bebauten und befestigten Flächen
  • Hygieneartikel
  • Drainagewasser
  • gefährliche Stoffe ( siehe auch Anlage 1 zur Entwässerungssatzung )
  • Öle und Benzin, etc.
Regenwasserkanal

An einen Regenwasserkanal müssen angeschlossen werden:
Erlaubt

  • Regenwasser von bebauten Flächen (Dächern) und befestigten Flächen (versiegelte Hofflächen, Einfahrten, Terrassen etc.)

Nicht erlaubt:

  • Hygieneartikel
  • Drainagewasser
  • gefährliche Stoffe ( siehe auch Anlage 1 zur Entwässerungssatzung )
  • Öle und Benzin, etc
  • Schmutzwasser aus Haushaltungen wie z.B. Toiletten-Anlagen, Waschmaschinen, Duschen und Bäder, Spülen, Spülmaschinen und ähnliches
  • Produktionsabwasser

Im Sinne des Umweltschutzes ist es sinnvoll, sofern kein Anschlusszwang an einen Kanal besteht, Regenwasser dem Grundwasser zuzuführen. Informieren Sie sich hierüber bei Ihrem Städtischen Abwasserbetrieb.

Bei Baumaßnahmen:

Vor der Errichtung von Baumaßnahmen ist im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens bei den Kommunalbetrieben Emmerich am Rhein formlos ein Kanalschein zu beantragen. Dieser Antrag sollte folgende Angaben enthalten:

  • Lageplan mit Angaben der zu verlegenden Abwasserleitungen
  • Erläuterung zur Schmutzwasserentsorgung
  • Erläuterung zur Entsorgung des Niederschlagwassers von bebauten und befestigten Flächen
  • Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis (für die untere Wasserbehörde des Kreises) falls eine genehmigungspflichtige Versickerung beabsichtigt ist

Die obigen Unterlagen sind in dreifacher Ausfertigung (1. Kanalschein, 2. Durchschrift für KBE, 3. für Baugenehmigungsverfahren ) einzureichen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Kommunalbetriebe Emmerich am Rhein oder die der Technischen Werke Emmerich (TWE).

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