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Stadt übernimmt Schüürman-Archiv


Peter Hinze und Elisabeth Schüürman unterzeichnen den Schenkungsvertrag über das Archiv von Herbert Schüürman. Bei der Unterzeichnung waren Schüürmans Tochter Rita Schütte (v.r.) und Schwiegersohn Peter Schütte, sowie Irene Möllenbeck und Walter Schiek (stehend, v.r.) von der Bürgeraktion „Pro Kultur“ anwesend.

Das Archiv des Emmericher Heimatforschers Herbert Schüürman, der im  Mai 2016 verstorben ist, wird der Stadt Emmerich am Rhein geschenkt. Dazu unterzeichneten heute Mittag seine Witwe Elisabeth Schüürman und Bürgermeister Peter Hinze den Schenkungsvertrag. 

Das umfangreiche Archiv von Herbert Schüürman befasst sich zum einen mit der jüdischen Geschichte, insbesondere in Emmerich. Es umfasst eine Vielzahl an familienkundlichen Dokumenten, Stammbäumen und Bildmaterial zu den jüdischen Familien, die in Emmerich gelebt haben. Ergänzt wird dieser Teil um zahlreiche Bücher und Veröffentlichungen zum Thema Judentum im Allgemeinen und zur jüdischen Bevölkerung in anderen Ortschaften, Gemeinden und Städten. Der zweite Teil des Schüürman-Archivs befasst sich mit der Emmericher Stadtgeschichte im Allgemeinen, wobei der Schwerpunkt der Sammlung auf der Fotodokumentation liegt.

Jüdischer Kulturraum im PAN

Die Stadt Emmerich am Rhein wird die Unterlagen aus dem Schüürman-Archiv der Bürgeraktion „Pro Kultur“ zur Nutzung übergeben. „Pro Kultur“ errichtet derzeit einen jüdischen Kulturraum im PAN kunstforum. Die Archivalien werden dort  ergänzend zu einer Ausstellung zur Forschung und Nutzung angeboten werden. Der jüdische Kulturraum wird sich der jüdischen Geschichte der Stadt, der jüdischen Religion und Lebensweise, aber auch der Erinnerung der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten jüdischen Bevölkerung in Emmerich widmen.

„Herbert Schüürman hat viel für das kollektive Gedächtnis dieser Stadt getan. Er hat mit seiner Arbeit Erinnerungen wachgehalten und immer wieder auch zum Nachdenken angeregt. In diesem Sinne freut es mich, dass wir mit seinem Archiv ein zentrales Mosaiksteinchen der Emmericher Stadtgeschichte erhalten und es im jüdischen Kulturraum am Sommer der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen können,“ so Peter Hinze bei der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages.