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Archiviert: Meningokokken-Verdacht bestätigt


Gerade eben hat das Untersuchungslabor die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten der Kreisverwaltung Kleve telefonisch darüber informiert, dass in der Blutprobe des verstorbenen Kindes, das noch bis vergangenen Freitag die Kindertagesstätte Arche Noah in Emmerich am Rhein besucht hat, Meningokokken nachgewiesen wurden. Die Kreisverwaltung hatte vorgestern alle Eltern und Mitarbeiter der Kindertagesstätte über den Meningokokken-Verdachtsfall informiert und eine vorsorgliche Behandlung mit Antibiotikum empfohlen. Diese vorsorgliche Behandlung bietet einen ausreichenden Schutz vor dem Ausbruch der durch Meningokokken verursachten Hirnhautentzündung. Weitere Verdachtsfälle auf Meningokokken wurden der Abteilung Gesundheitsangelegenheiten seitdem nicht mehr gemeldet.

Personen, die in den letzten zehn Tagen vor Erkrankungsbeginn in engem Kontakt mit einem Erkrankten standen, sind ansteckungsgefährdet. Mit einer Ansteckungsfähigkeit ist 24 Stunden nach Beginn einer Antibiotikatherapie nicht mehr zu rechnen.

Wie verläuft eine Meningokokken-Infektion?

Der Hirnhautentzündung durch Meningokokken gehen häufig akute Erkältungssymptome voraus. Ohne Übergang kann es plötzlich zu Kopfschmerzen kommen, die rasch stärker werden. Meist tritt hohes Fieber auf, der Kranke muss sich übergeben, leidet unter Nackensteifigkeit. Dies ist ein ganz typisches Symptom. Der Kranke reagiert lichtempfindlich, das Bewusstsein kann sich eintrüben, er ist nicht mehr ansprechbar. Da die Erkrankung tödlich verlaufen kann, ist der schnellstmögliche Behandlungsbeginn wichtig.